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 Betreff des Beitrags: Schrei nach Stille von Anne Chaplet
BeitragVerfasst: Mo 16. MĂ€r 2009, 18:26 
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Registriert: Fr 9. Jan 2009, 12:08
BeitrÀge: 14
Lesenswerter Dorfkrimi

Anne Chaplet erzĂ€hlt in ihrem Buch „Schrei nach Stille“ eine Geschichte, die in 2 Zeitebenen spielt. Es ist das Jahr 1967 als ein Hippie-Trio in das Dorf Klein Rhoda zieht, zu einer Zeit, in der Selbstverwirklichung, LSD und RĂ€ucherkerzen zelebriert werden. Ihre Vorstellung von der Verwirklichung der freien Liebe stĂ¶ĂŸt auf massiven Widerstand bei der ĂŒberaus prĂŒden Dorfbevölkerung und es kommt zu Übergriffen, die ihr abruptes Ende finden, als eines der Blumenkinder spurlos verschwindet.

40 Jahre spĂ€ter kauft die Autorin des Bestsellers „Summer of Love“, Sophie Winter, ausgerechnet das Haus in Klein Rhoda, in dem damals die Hippies gewohnt haben und reißt damit alte Wunden wieder auf. Die misstrauischen und starrköpfigen Einheimischen fĂŒhlen sich durch die Fremde in ihrer Dorfidylle empfindlich gestört. Und so dauert es nicht lange, bis unheimliche Vorkommnisse das Leben der Autorin durcheinander bringen. Immer öfter wird die Frage nach dem verschwundenen HippiemĂ€dchen gestellt, aber das Dorf schweigt.

Bereits auf den ersten Seiten Buches fand ich es faszinierend, ja eigentlich genial, wie die Autorin es versteht, die Stimmung in dem alten Haus zu schildern, wie sie mit bildhafter Sprache und AtmosphĂ€re spielt. Aber auch die persönlichen Befindlichkeiten der Dorfbewohner kommen in diesem Buch nicht zu kurz. Ein typischer Dorfkrimi eben, der durch spießige Bewohner und dörfliche Regeln sein Leben eingehaucht bekommt.

„Schrei nach Stille“ ist vielleicht nicht der spannungsgeladene Krimi, den die Thrillerfans unter uns bevorzugen, aber ein Buch, das es in sich hat.

350 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-471-77282-9
List Verlag


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 Betreff des Beitrags: Re: Schrei nach Stille von Anne Chaplet
BeitragVerfasst: Do 26. MĂ€r 2009, 22:14 
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Registriert: Do 26. MĂ€r 2009, 21:59
BeitrÀge: 16
Worum gehts?

Warum ist sie zurĂŒckgekehrt? Ins Oberhessische, an den Ort, um den ihre Erinnerungen kreisen? Das Haus ist ihr unheimlich. Die BĂ€ume scheinen es erdrĂŒcken zu wollen. Die Dorfgemeinschaft belauert sie, unwirtlich ist es und kalt. War es klug, ein Buch ĂŒber damals zu schreiben? Über eine unmögliche Liebe und unbĂ€ndigen Hass? Immerhin wurde Sophie Winters Roman ein Bestseller. Doch die Leute stellen plötzlich Fragen, auch Paul Bremer, ihr Nachbar. Und die Polizei. Was ist im Sommer 1968 geschehen? Warum verschwand die schöne junge Frau und warum wurde der Fall niemals aufgeklĂ€rt? Ein eindringliches PortrĂ€t der Bundesrepublik in einer ihrer grĂ¶ĂŸten Umbruchphasen.

Über die Autorin

Anna Chaplet ist das Pseudonym von Cora Stephan. Die vom Verlag aufgebaute fiktive Vita: -1958 in Kiel geboren, studierte Mathematik und Theologie und arbeitete lange Jahre als Lehrerin, Barfrau, Fitnesstrainerin und Börsenbrokerin in Frankfurt am Main. Sie lebt heute auf dem Land in Schleswig - Holstein- , stimmt nicht mit der wahren Welt der Cora Stephan ĂŒberein. Erst Anfang 2002 lĂŒftete Ann Chaplet ihr Geheimnis und man erfuhr, dass sich hinter dem Pseudonym die Publizistin und Sachbuchautorin Cora Stephan verbarg. Nach ihrem Studium der politischen Wissenschaften in Hamburg und Frankfurt am Main arbeitete die Journ

Meine Meinung

Dieses Buch war meine Erstes von Anne Chaplet - Und wird warscheinlich auch vorerst das Letzte bleiben. Ich fand es einfach nur schlecht. Es war sehr schwer ĂŒberhaupt in die Geschichte reinzukommen, die vielen Personen und Perspektiven taten ihr ĂŒbriges. Was mich jedoch fasziniert ist die Sprache von Anne Chaplet. Ich finde sie fantastisch. Jedoch kann man auch dadurch eine schlechte Handlung nicht wieder gutmachen.

FAZIT: Schreibstil/Sprache : HUI , Geschichte: PFUI


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 Betreff des Beitrags: Re: Schrei nach Stille von Anne Chaplet
BeitragVerfasst: Do 13. Aug 2009, 20:42 
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Registriert: Do 26. MĂ€r 2009, 21:59
BeitrÀge: 16
Es ist fĂŒr den Leser sehr schwer in die Geschichte reinzukommen. Viele Ereignisse werden nebenher geschildert, man versteht nicht, was dass zu bedeuten hat und wie sie zusammen hĂ€ngen. Dieses Verwirrspiel zieht sich leider durch das ganze Buch und selbst zum Schluß schafft es die Autorin leider nicht, die FĂ€den zu entwirren und einen glaubwĂŒrdigen Schluß zu schreiben.

Die Protagonisten werden nicht nĂ€her vorgestellt, teilweise kann man ihre GefĂŒhle und die damit verbunden Handlungen absolut nicht nachvollziehen. Das finde ich sehr schade, denn ein Krimi lebt ja auch von der AuthensitĂ€t der Ermittler. Manchmal hat man den Eindruck, dass diese vollkommen unmotiviert an ihre Arbeit gehen und gar keinen Ansporn haben, den Fall aufzuklĂ€ren. Das soll sicher nicht so rĂŒberkommen, aber dadurch, dass diese CharaktĂ€re in der Beschreibung wirklich absolut keine Beachtung finden, bleiben sie farblos und kommen gar gelangweilt rĂŒber.

Die Autorin hÀlt sich mit unnötigen detailreichen Beschreibungen auf, die Stellen, die den Leser interessieren, werden aber lieblos abgehandelt.


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