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 Betreff des Beitrags: Licht am Ende des Tunnels von Klaus-Peter Wolf
BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 15:31 
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Registriert: Do 6. Nov 2008, 15:28
Beiträge: 25
Der Schutzengel-Opa

Inhalt:

Robert kann sich glücklich schätzen, er hat einen Schutzengel - seinen verstorbenen Opa.
Das Verhältnis zwischen Opa und Enkel war immer eng und deswegen kann auch der Tod des Großvaters diese Bindung nicht brechen.
In schwierigen Situationen spricht Robert mit seinem Opa, dieser stützt ihn, motiviert ihn und passt auf ihn auf.
Diesen Beistand hat Robert auch bitter nötig als der Verkaufsleiter aus der Familienfirma ihn entführt, denn schnell beginnt für den Jungen ein Kampf um sein Leben...

Meine Meinung:

Länge, Handlungsaufbau und Sprache des Thrillers zeigen, dass es sich bei "Licht am Ende des Tunnels" um ein Jugendbuch handelt.
Das Geschehen, das sich auf 182 Seiten abspielt, ist ziemlich flach und harmlos. Dennoch aber spannend und mitreißend.
Das Buch ist in 22 Kapitel unterteilt die jeweils sehr kurz sind, so können auch jüngere Leser ohne Anstrengung der Geschichte folgen und jederzeit eine kurze Lesepause machen.
Die Sprache ist leicht und locker was vermutlich auch daran liegt, dass das Buch aus der Sicht von Robert selbst in der "Ich-Person" geschrieben ist.
Der Handlungsaufbau ist chronologisch und übersichtlich - ohne Verstrickungen, der Satzbau ist kurz und klar.

Auch die Charaktere sind nicht kompliziert oder tieflastig. Außerdem gibt es auch nur eine überschaubare Anzahl von Protagonisten, so dass auch in diesem Punkt für eine gute Übersicht gesorgt ist.

Fazit:

Klaus-Peter Wolf hat ein überzeugendes Jugendbuch geschrieben, das für Erwachsene vielleicht wenig anspruchsvoll ist, aber trotzdem (oder gerade deswegen) für vergnügliche Lesestunden sorgen kann.


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 Betreff des Beitrags: Das Leben geht weiter
BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 17:56 
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Registriert: Fr 9. Jan 2009, 12:08
Beiträge: 14
Ich habe das Buch jetzt auch gelesen und fand es gut. Hier meine Meinung dazu:

Es ist nicht einfach, wenn ein geliebter Mensch plötzlich nicht mehr da ist und eine Lücke im Leben hinterlässt. Wie kommt man damit klar, wie füllt man diese aus?

Konfrontiert mit diesem Problem wird Robert Sonntag in dem Buch von Klaus-Peter Wolf, als sein Opa stirbt. Ein Jugendlicher, eigentlich noch ein Kind, aus zerrütteten Familienverhältnissen, verliert den Menschen, der ihm in seinem Leben am meisten bedeutet hat. Wen wundert’s, dass das Band zwischen Robert und seinem Opa nach dessen Tod nicht bricht, er ihm immer noch Ratschläge gibt, mit ihm spricht. Nur eben auf eine andere Weise. Robert spürt ihn, seinen Opa, er hört ihn, ja manchmal glaubt er, ihn noch zu sehen.

Nach einem schweren Reitunfall fällt Robert für 196 Tage ins Koma. Gefangen in einer Welt der Gedanken fehlt ihm die Kraft weiterzumachen. Am Liebsten würde er aufgeben und in das tröstende Licht am Ende des Tunnels eintauchen. Aber sein Opa lässt das nicht zu. Seine immer wiederkehrende Botschaft an den Enkel: Kämpfe! Lass dich nicht unterkriegen!
Und genau diese Botschaft ist es, die Robert hilft, aus dem Koma erneut ins Leben zu treten.

Später, als er von einem angeblichen Geschäftsfreund seines Vaters aus dem Internat abgeholt und entführt wird, muss er erneut an seinen Opa denken. Und auch diesmal lässt dieser ihn dieser nicht im Stich. Gefangen in einer abgeschiedenen Hütte, irgendwo in den Schweizer Bergen, erfährt er wiederum seine Unterstützung, glaubt die kämpferischen Worte von ihm zu vernehmen. Dieser Glaube gibt ihm die Kraft über seine Situation nachzudenken und den Kampf gegen den Peiniger aufzunehmen.

Der Autor Klaus-Peter Wolf hat mit "Licht am Ende des Tunnels" einen soliden Jugendkrimi vorgelegt, der flüssig geschrieben und sehr unterhaltsam in Erscheinung tritt. Die Geschichte, erzählt aus der Sicht des Robert Sonntag, lässt den Leser tiefe Einblicke in dessen Gefühlswelt nehmen und ihn dadurch realitätsnah und liebenswert herüber kommen. Gut verarbeitet hat der Autor die Ängste und Zweifel von Robert, aber auch seinen immer wieder neu gewonnen Lebensmut, den er aus der Verbindung zu seinem Opa schöpft. Es sei dahin gestellt, ob es die Stimme des Opas war, die zu ihm sprach oder nur sein Unterbewusstsein. Tatsache ist, er hat sich bei der Bewältigung seiner Probleme besser behauptet, als mancher Erwachsener.

Insgesamt ein lesenswertes Buch für Jugendliche, das es nicht nötig hat, als reißerischer Thriller angepriesen und verkauft zu werden. Im Gegenteil. Diese Geschichte brilliert mit ganz anderen, wichtigen Werten, die eine lediglich auf Spannung ausgerichtete Geschichte niemals bieten kann.


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